Archiv der Kategorie 'Presse'

Politischer Frühschoppen des Bündnisses Rosenheim nazifrei im Mail Keller

Über 80 interessierte Gäste folgten am Sonntag, 31.01., einer Einladung zum Politischen Frühschoppen des Bündnisses Rosenheim nazifrei. In trotz des ernsten Themas entspannter Atmosphäre nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich näher über die Problematik der Neuen Rechten und dabei vor allem über deren derzeit lautesten politischen Arm, die AfD, zu informieren. Im Mail Keller referierte der Münsteraner Publizist und Soziologe Andreas Kemper, der sich schon seit seit ihren Gründungszeiten mit der rechtspopulistischen Partei beschäftigt. Eine der zentralen Thesen von Kempers Vortrag: „Die AfD setzt sich auch nach der Abspaltung des liberalen Flügels um Bernd Lucke aus Vertretern relativ unterschiedlicher Strömungen zusammen. Gemeinsam ist ihnen aber eine Agenda, die durchgehend von antiaufklärerischen Themen bestimmt wird. Gleichzeitig wächst der Einfluss von neuen Rechten, die teils gefährliche und menschenrechtsfeindliche Positionen vertreten.
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Bamberger Neonazis auch in Rosenheim gewalttätig

Bamberger Neonazis auch in Rosenheim gewalttätig
„Die Rechte“ kriminelle Vereinigung?

Im Mai gründete sich ein Kreisverband Rosenheim der Partei „Die Rechte“, der seit dem Spätsommer versucht mit Kundgebungen und Demonstrationen in Stadt und Landkreis Fuß zu fassen. Wie sich nun abzeichnet haben Bamberger Mitglieder der Partei einen Sprengstoffanschlag geplant, gegen sie wird wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt.

Schon bei der gescheiterten Nazi-Demonstration am 29.August in Rosenheim war der Bamberger Kreisverband aufgefallen, weil Aktivisten auf einen am Boden liegenden Gegendemonstranten eintraten. Der Kreisverband stellte zudem die Lautsprecheranlage. Die neuerlichen Entwicklungen zeigen nun, dass die rund 1.000 Rosenheimer_innen an diesem Tag mit ihrer Blockade goldrichtig gehandelt haben: Verbrechensbekämpfung ist Aufgabe der Polizei, doch es braucht auch und gerade einen entschlossenen politischen Widerstand gegen Neonazis, der von der Gesellschaft ausgehen muss, so die Auffassung des Bündnisses „Rosenheim nazifrei“.

Für die kommenden Wochenenden hat Philipp Hasselbach für „Die Rechte“ wöchentlich Kundgebungen in Rosenheim angemeldet. An den letzten Wochenenden wurden diese am Tag der Kundgebung sehr kurzfristig von der Partei „Die Rechte“ abgesagt. Ein Umstand, der nicht nur die Gegner der Partei sondern wohl auch die Stadt und die Polizei sehr verärgerte.
Bild Robert Andreasch

Rosenheim am 29.08.2015: Neonazis u.a. aus Bamberg treten auf einen am Boden liegenden Nazigegner ein. Foto (c) Robert Andreasch.

Nach verhindertem Naziaufmarsch Scheiben im Z eingeworfen

Das Bündnis „Rosenheim nazifrei“ erklärt sich solidarisch mit dem Z: „Getroffen hat es das linke Zentrum – gemeint waren wir alle“
In der Nacht von 07. auf 08. September 2015, wenige Tage nachdem der Naziaufmarsch in Rosenheim erfolgreich blockiert wurde, sind im Z – linkes Zentrum in Selbstverwaltung, drei Scheiben eingeworfen worden.
Es handelt sich hierbei nicht um einen Einbruchsversuch, sondern um einen Angriff und Einschüchterungsversuch auf eine Einrichtung, welche sich in der Vergangenheit immer klar antifaschistisch positioniert hat. Unter anderem fungierte das Z auf Flyern, Plakaten und im Internet als Kontaktanschrift für das Bündnis „Rosenheim nazifrei“. In der Vergangenheit war das Z immer wieder Veranstaltungsort von Vorträgen und Filmvorführungen, u.a. zu dem Themenkomplex Rassismus und Neonazismus.
Der Angriff auf das Z ist unserer Meinung nach in eine Reihe von rechten Sachbeschädigungen (vor allem rassistische Sprühereien) in der Region Rosenheim einzuordnen, welche mit dem Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Bad Aibling (Fr, 18.09.15) ihren traurigen Höhepunkt fand. Wir als Bündnis „Rosenheim nazifrei“ solidarisieren uns mit dem Z und allen anderen Opfern rechter Einschüchterungsversuche. Wir stellen fest, dass Rassist*innen und Nazis immer offener und aggressiver auftreten. Tagtäglich werden in Deutschland Menschen von Nazis bedroht und angegriffen. Rassismus findet überall statt: In der Arbeit, in der Schule, in der Kneipe und auf der Straße. Auch hier in Rosenheim! ES TRIFFT EINZELNE, ABER GEMEINT SIND WIR ALLE! Wir stehen für ein offenes, lebenswertes Rosenheim. Ohne Angst und Einschüchterung!
Wer das Z direkt unterstützen möchte, kann gerne Fördermitglied des Trägervereins VKKW werden oder auch einmalig spenden (IBAN: DE48 4306 0967 2031 5923 01; BIC: GENODEM1GLS; Inhaber: VKKW e.V.;Stichwort: Spende). Denn das Z finanziert sich, unabhängig von staatlichen Stellen, ausschließlich aus Fördermitgliedsbeiträgen und Spenden.

Für ein tolerantes und solidarisches Rosenheim“

Pressemitteilung Nr.1

„Für ein tolerantes und solidarisches Rosenheim“
Sa., 29.08.: Nazis die Wies‘n vermiesen!


Ausgerechnet am Samstag, 29. August, dem ersten Tag des Herbstfestes, wollen Neonazis Rosenheim mit einer Kundgebung heimsuchen. Inzwischen haben sich über 20 Gruppen zu dem Bündnis „Rosenheim nazifrei“ zusammengeschlossen, um gegen die Nazikundgebung und für ein tolerantes und solidarisches Rosenheim zu demonstrieren. Die Kundgebung unter dem Motto „Nazis die Wies‘n vermiesen“ startet am Samstag, dem 29.8., um 12 Uhr auf dem Rosenheimer Max-Josefs-Platz.

„Rosenheim nazifrei“, ein breites Bündnis aus Vereinen, Gewerkschaften, Helfer*innenkreisen, Privatpersonen, Betrieben, Parteien und Wohlfahrtsverbänden ruft dazu auf, sich “kreativ und entschlossen” den Nazis entgegen zu stellen und sich mit den Flüchtlingen zu solidarisieren. Im Aufruf des Bündnisses heisst es u.a.: “Zeigen wir den Nazis, dass sie im Gegensatz zu den Flüchtlingen nicht willkommen sind. Gestehen wir den Nationalisten und ihrer Hasspropaganda keinen Millimeter Platz zu. Wir solidarisieren uns mit den Flüchtlingen und kämpfen gegen jede Form von Diskriminierung.“ Als besonders perfide empfindet das Bündnis, dass sich die neonazistische Splitterpartei “Die Rechte” ausgerechnet den Tag der Herbstfesteröffnung aussucht, um Unfrieden in einer pluralistischen Gesellschaft zu stiften und Flüchtlingen, die oftmals schreckliches Leid erlebt haben und traumatisiert sind, die Integration in unsere Gesellschaft zu erschweren. (mehr…)